SWR-Radio-Beitrag zur aktuellen Entwicklung

Heute hat der SWR mehrfach über die aktuelle Entwicklung im Tarifkonflikt berichtet. Der Beitrag ist hier (klick) nachzuhören. Als Alternative ein Mitschnitt: [mp3j track="http://www.streikbote.de/wp-content/uploads/2011/11/SWR-29.11.11.mp3"]

Nicht in diesem Beitrag enthalten ist eine Information, die SWR4 mehrfach in den Nachrichten gemeldet hat. Danach soll Dr. Richard Rebmann seinen Posten als Geschäftsführer der Medienholding Süd noch in diesem Jahr abgeben. Dies habe der Aufsichtsrat beschlossen. Die Medienholding Süd hat neben dem Schwarzwälder Boten die beiden Stuttgarter Blätter unter ihrem Dach. Rebmann wird nach SWR-Informationen aber Geschäftsführer der Stufe darüber, der Südwestdeutschen Medienholding (SWMH), bleiben.

Hier der Original-Radiotext in Schriftform:
„Nach mehr als 90 Streiktagen wird beim Schwarzwälder Boten in den nächsten Tagen Tarifverhandlungen geben. Nach SWR Informationen hat der Geschäftsführer der Südwestdeutschen Medienholding (SWMH) Richard Rebmann in einem Schreiben an die Gewerkschaft ver.di seine Bereitschaft erklärt, über einen Tarifvertrag für die ausgegliederten Gesellschaften zu verhandeln. Zum 1. März hatte die Verlagsleitung des Schwarzwälder Boten Redaktionen, Anzeigenabteilung und Geschäftsstellen in zwei neue nicht tarifgebundene Gesellschaften ausgelagert. Nach Ansicht von Gewerkschaftsvertretern ein klarer Fall von Tarifflucht. Seit dem 8. September sind die betroffenen Mitarbeiter im unbefristeten Ausstand. Erst jetzt nach massivem Druck von Landespolitikern und Gesellschaftern der SWMH hat sich die Geschäftsleitung des Verlages zu Verhandlungen bereiterklärt. Nach SWR Informationen haben Finanz- und Wirtschaftsminister Nils Schmid sowie der ehemalige Ministerpräsident Erwin Teufel an Richard Rebmann geschrieben. Beide haben sich für unverzügliche Verhandlungen eingesetzt. „Das sind sie den Menschen schuldig, und das entspricht der großen liberalen Tradition des „Schwarzwälder Boten“ “ schrieb Erwin Teufel. Doch auch Gesellschafter und Aufsichtsrat der SWMH wollen dem Treiben in Oberndorf nicht mehr länger zuschauen. Ein Aufsichtsrat sagte gegenüber dem SWR, das Vorgehen der Geschäftsleitung beim Schwarzwälder Boten grenze an Unfähigkeit. Eine derartige Kommunikationsschwäche passe nicht zu einem Medienhaus. Der Aufsichtsrat hat eine weitere Konsequenz gezogen. Noch vor Weihnachten soll bei der Medienholding Süd einer Untergesellschaft der SWMH ein neuer Geschäftsführer bestellt werden. Dieser wird dann Richard Rebmann ersetzen und für die beiden Stuttgarter Zeitungen sowie den Schwarzwälder Boten verantwortlich sein. Rebmann wäre dann als nur noch Geschäftsführer der Holding SWMH nicht mehr für das operative Geschäft zuständig.“

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Eine Antwort auf SWR-Radio-Beitrag zur aktuellen Entwicklung

  1. Heide Friederichs sagt:

    Mit Unverständnis kann nur auf das Unvermögen geblickt werden, dass ein Arbeitgeber, Dr. Rebmann, sich seit Monaten einem Gespräch mit seinen Arbeitnehmern verweigert. Um so stärker beeindruckt das Vermögen derer , die um ihre arbeitsrechtlichen Bedingungen kämpfen. Die Qualität einer Zeitung mißt sich in erster Linie an gut ausgebildeten Fachkräften und einer entsprechend korrekten Bezahlung nach Tarif. Will das Blatt nicht weiteren Schaden nehmen, ist unverzüglicher Handlungsbedarf angesagt- und zwar aus der Chefetage!

    Heide Friederichs, Stadträtin Rottweil

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